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Der Larynx-Tubus ist ein Instrument zum Management des schwierigen Atemwegs und wird nach zwei, ggf. drei gescheiterten Intubationsversuchen eingesetzt, insofern man per Maskenbeatmung keine Sauerstoffsättigung von über 90% erreichen kann.

Der Versuch der endobronchialen Intubation ist dem Larynx-Tubus immer vorzuziehen!

Das Besondere ist, dass der Tubus "blind" eingeführt wird und aufgrund seiner Beschaffenheit nahezu immer in den Ösophagus rutscht, dort geblockt wird, was einen gewissen Aspirationsschutz darstellt. Die Ventilation geschieht über die Seitenöffnung.
Der Larynx-Tubus ist wiederverwendbar und sollte deshalb im Krankenhaus wieder mitgenommen werden (ist auch nicht billig...)!

Indikationen

  • Unmöglichkeit der endotrachealen Intubation und Notwendigkeit der Atemwegssicherung bei ungenügender Möglichkeit der Maskenbeatmung

  • Unmöglichkeit der direkten Laryngoskopie und Notwendigkeit der Atemwegssicherung bei ungenügender Möglichkeit der Maskenbeatmung (z.B. eingeklemmter LKW Fahrer)

Kontraindikationen

  • Kinder

  • Pharyngeale Fremdkörper

  • Pharyngeale Blutungen

Durchführung

  • Einweisung nach Rücksprache mit ÄLN / ÄLRD!

  • Größe 4 für Patienten < 185 cm; Größe 5 für Patienten > 185 cm (geschätzt)

  • Einsatz nach zwei (evtl. drei) misslungenen Intubationsversuchen und einer Sauerstoffsättigung bei Maskenbeatmung von < 90%

    1. Atemwege freimachen, ggf. absaugen

    2. Kopf in Neutralposition (nicht überstreckt!)

    3. mit Daumen (von hinten) oder Zeige - und Mittelfinger (von vorne) den Zungengrund anheben

    4. mit Gleitmittel versehenen Tubus in der Mittellinie an der Rachenhinterwand entlang einführen, bis die Markierung an der Zahnreihe ist

    5. Blocken der Cuffs mit etwa 100 ml Luft, zunächst entfaltet sich der pharyngeale Cuff, der Tubus positioniert sich, dann entfaltet sich der ösophageale Cuff (relativer Aspirationsschutz)

    6. Lagekontrolle mittels Auskultation / Kapnometrie

    7. Lagekorrektur im Rahmen der beiden dünnen Markierungen, falls notwendig

  • Misslingt auch der Einsatz des Larynx-Tubus, bleibt nur noch der chirurgische Atemwegszugang (z.B. "Quick Trach")

Bilder vom Hersteller

 
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