Zum erweiterten Rettungsdienst gehört die vom DRK eingerichtete Sondereinsatzgruppe (SEG) Rettungsdienst.
Sie wird bei Einsätzen, welche das Maß der Regelrettung von 10 Verletzten oder Erkrankten überschreitet,
alarmiert. Die SEG ist fester Bestandteil der Alarm- und Ausrückeordnung
(AAO) und in der Lage, eine qualifizierte Patientenablage für
Schwerverletzte und -erkrankte (der Kategorie I und II) einzurichten und zu
betreiben.
Ihr stehen neben mehreren Führungsfahrzeugen (ELW 1), zwei
spezielle Gerätewagen GW-Rett, ein Mannschaftstransportwagen (MTW) und
diverse organisationseigene Rettungswagen zur Verfügung, seit Frühjahr 2007 weiterhin der kommunale Abrollbehälter Patientenablage (AB-PATAB ; Typ AB-MANV NRW). Das Personal
der SEG rekrutiert sich aus ehren- und hauptamtlichen Rettungsassistenten und -sanitätern des DRK Dortmund,
sowie einem Pool aus Notärztinnen und Notärzten.
Die Alarmierung der Kerngruppe (bestehend aus ca. 30 Kräften) erfolgt über digitale Funkmeldeempfänger (DME)
und gewährleistet in der Regel ein Ausrücken des ersten Fahrzeugs nach 10-15 Minuten.
Bei personalintensiven Einsätzen wird zusätzlich nach Ausfahrt des ersten GW-Rett die Unterstützungsgruppe über SMS
alarmiert. Diese Verfahrensweise der Alarmierung verhindert, dass beispielsweise bei vorsorglichen
Bestellungen ein großer Pool an Personal unnötig benachrichtigt wird.
Alarm für die SEG-Rettungsdienst wird in folgenden Situationen ausgelöst:
Alle Unglücke (z.B. Verkehrsunfall, Terroranschläge,...) bei denen mit mehr als 10 Verletzten zu rechnen ist
Brände mit mehr als 10 Betroffenen (Verbrennungen, Verletzungen, Rauchgasvergiftungen)
Massenvergiftungen (z.B. Chlorgas im Schwimmbad)
Schießereien, Geiselnahmen oder Massenschlägereien, bei denen mit einer größeren Anzahl von Betroffenen zu rechnen ist
Ausfall von Geräten (z.B. Beatmungsgeräte) bei Stromausfall im Krankenhaus
Bombendrohungen, bei denen nicht schnell genug oder gar nicht evakuiert werden kann
Alle Fälle, in denen bei einer momentanen Überlastung des
Rettungsdienst-Potentials eine üblicherweise schnelle Versorgung von
auch weniger als 10 Patienten nicht möglich ist
Zusammen mit der SEG Betreuung der JUH und den Abrollbehältern Patientenablage (AB-PATAB) und Behandlungsplatz1 (AB-BHP1) bildet die SEG RD den primären Dortmunder Behandlungsplatz.