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Verlauf der Thrombolyse, Monitoring
Eine Komplikationsmöglichkeit besteht im Auftreten von Reperfusionsarrhythmien in Form von
tachykarden oder bradykarden Rhythmusstörungen. Zwingend ist deshalb die lückenlose EKG
Monitorüberwachung in Defibrillationsbereitschaft erforderlich. Die Ableitung mit der
deutlichsten ST Hebung sollte für die EKG Überwachung bewählt werden, um den Rückgang der
Hebung zu dokumentieren. In über 80 % der Fälle ist eine Wiedereröffnung des Coronargefäßes mit
der Thrombolyse zu erreichen. Am einfachsten und schnellsten gibt der Verlauf der ST Hebung
einen Hinweis auf den Erfolg der Thrombolyse.
Nach Abschluss der Lysewirkung (90 Minuten nach Bolusgabe) ist der EKG Verlauf zu beurteilen:
- Bei einem Rückgang der ST Elevation um mehr als 70 % ist von einer
erfolgreichen Wiedereröffnung auszugehen. Da die zugrunde liegende
Störung, der maligne Plaque noch besteht, ist im Intervall (nach 2- 3
Tagen) eine Koronarangiografie mit der Option der PTCA notwendig, um
einem Reinfarkt vorzubeugen.
- Bei einem Rückgang der ST Hebung um 30 – 70 % ist von einer unvollständigen Wiedereröffung auszugehen
- Beträgt die Veränderung der St Hebung weniger als 30 %, ist von
einem Lyseversagen auszugehen und unmittelbar eine Rescue PTCA
anzustreben.
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