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Das 12-Kanal-EKG
Der Defigard Bruker 2002, mit dem alle NEF ausgerüstet sind, ist in
der Lage mit einem 10 adrigen Kabel über den 3 Kanalschreiber ein 12
Kanal EKG auszudrucken.
Dies ist zwingende Voraussetzung für die Indikationsstellung zur präklinischen Lyse.
Ein Klebeschema erleichtert dem Rettungsassistenten das Anlegen des EKG´s.
- 4 poliges Kabel (wie gewohnt)
- rot (I): rechte Schulter
- gelb (II): linke Schulter
- grün (III): linker Unterbauch
- schwarz: rechter Unterbauch
- 6 poliges Kabel (zusätzlich
- rot (V1): 4. Zwischenrippenraum, rechts, an der Grenze zum
Brustbein
- gelb (V2): gegenüber, links an der Grenze zum Brustbein
- grün (V3): zwischen 2 und 4
- braun (V4): 5. Zwischenrippenraum in der mittleren Schlüsselbeinlinie
- schwarz (V5): vordere Axillarlinie auf gleicher Höhe
- violett (V6): mittlere Axillarlinie auf gleicher Höhe
Anhand der 3 Kanal Ausdrucke können eindeutige Infarktzeichen
erkannt und beurteilt werden. Die folgenden EKG Beispiele wurden mit
dem Bruker 2002 im Rahmen der Pilotphase aufgezeichnet.
Das typische Infarkt EKG zeigt eine monophasischen ST Hebung durch
den Verletzungsstrom der Herzmuskelzellen. Auch ein neu aufgetretener
Linksschenkelblock kann ein Infarktzeichen sein. Da aber gerade
präklinisch meist nicht zu beurteilen ist, ob der Schenkelblock
vorbestand, gilt für die präklinische Situation ein Schenkelblockbild
als untypisches Infarkt EKG, eine Indikation zur präklinischen Lyse
besteht somit nicht.
Die ST Hebung soll mindestens 0,1 - 0,2 mV betragen und in zwei benachbarten Ableitungen nachweisbar sein.
Infarktlokalisation nach EKG:
- Anteroseptaler Infarkt (Vorderwand): Ableitung V2 – V4 (V5) (I)
- Anterolateraler Infarkt (Vorderseitenwand): Ableitung I, (V3), V4 – V6 (aVL)
- Inferiorer Infarkt (Hinterwand): Ableitung (II), III, aVF
- Posteriorer Infarkt: Spiegelbildliche Senkung in V2
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