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Beitragsinhalt
Präklinische Lyse
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Das 12-Kanal-EKG
Metalyse
Verlauf u. Monitoring
Fortbildungsskript

Einleitung

Ein Alarmsignal für den Myokardinfarkt ist der heftige, dumpfe, drückende Schmerz hinter dem Brustbein oder in der linken Thoraxhälfte mit einer möglichen Schmerzausstrahlung in den linken Arm, Unterkiefer oder Oberbauch. Ab jetzt läuft die Uhr für das Myokard. Gelingt es nicht das Coronargefäß wieder zu eröffnen, stirbt der Muskel in dessen Versorgungsbereich ab. Es entsteht eine funktionslose Narbe, die Pumpleistung des Herzens nimmt ab.
Nach 3 Stunden sind große Teile des Muskels bereits abgestorben. Ziel muss es sein möglichst früh die Durchblutung wieder herzustellen, um möglichst viel Herzmuskel zu retten. Time is muscle!

Zwei Verfahren stehen für die Revaskularisation zur Verfügung:

  1. Die Ballondilatation (PTCA) führt in den meisten Fällen zu einer nahezu vollständigen Wiedereröffnung des Coronargefäßes. Die Risiken dieses Eingriffs können schwerwiegend sein (lebensbedrohende Herzrhythmusstörungen, Pumpversagen, Einriss und Wiederverschluss eines Kranzgefäßes, Herztod, Blutung durch die begleitende Blutverdünnung) sind aber insgesamt sehr selten. Dieses Verfahren ist jedoch nur in Zentren möglich und setzt ein arbeitsbereites Herzkatheterlabor voraus.
  2. Die Thrombolyse ist in der Lage den Thrombus, der das Herzkranzgefäß verschlossen hat wieder aufzulösen und somit die Durchblutung des Infarktgebietes wieder herzustellen. Eine Wiedereröffnung gelingt in über 80 % der Fälle und in der frühen Phase (bis zu 3 Stunden) am besten. Eine komplizierte Dauerinfusion in gestaffelter Dosierung über 90 min hat bislang den präklinischen Einsatz behindert. Die Entwicklung neuer Plasminogenaktivatoren (z.B. Metalyse®¹) erlaubt es das Medikament als einmalige Bolusgabe zu applizieren. Das Risiko besteht vor allem im Auftreten schwerer Blutungen. Bei den modernen Thrombolytika ist dieses Risiko jedoch gering und liegt für Hirnblutungen bei unter 1 %. Reperfusionsarrhythmien, als Zeichen der Wiedereröffnung, können durch das elektrisch instabile reperfundierte Myokard ausgelöst werden und potenziell lebensbedrohend sein.




 
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